Literatur

Paul Ott

Paul Lascaux

Ab Februar 2010 in jeder Buchhandlung!

ISBN: 978-3-8392-1057-4

320 Seiten, Euro 11.90 - SFr. 21.50

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SEX & CRIME Was so zärtlich beginnt, endet manchmal in einem tödlichen Albtraum: 21 meisterlich erzählte erotisch-kriminelle Kurzgeschichten. Zwischen heißer Liebe und abgrundtiefem Hass, hemmungsloser Ekstase und blutigem Ernst, sinnlicher Begierde und eiskaltem Mord. Mal skurril und witzig, mal düster und unheilvoll. Ebenso erregend wie beängstigend!

21 namhafte Krimiautorinnen und -autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich der Aufgabe gestellt, Lust und Verbrechen in spannenden Geschichten zu verschmelzen. Eine zunächst ungewöhnlich scheinende Aufgabenstellung. Und außergewöhnlich ist auch das lesenswerte Ergebnis: eine Krimi-Anthologie der „etwas anderen Art“.

 

Sabine Deitmer, Was Frauen wirklich wollen (D)

Karr & Wehner, Blow-up, die Zweite (D)

Nina George, Die Bildhauerin (D)

Gunter Gerlach, Ehrlich werden (D)

Sabina Naber, Shoemaniac (A)

Gisbert Haefs, Kein Mann in meinem Bett (D)

Tatjana Kruse, Liebe à la carte (D)

Paul Lascaux, Nachtschatten (CH)

Mitra Devi, Zucht und Zaster (CH)

Jochen Senf, Meeting Point (D)

Ingeborg Frauendorfer, Flumtrübel (A)

Stephan Pörtner, Dumm und Geil (CH)

Nessa Altura, Alexandra (D)

Edi Graf, Koralle oder Königin (D)

Mischa Bach, Nach seinem Bilde (D)

Stefan Slupetzky, Schwarzes Gold (A)

Krystyna Kuhn, Ménage À Quatre (D)

Richard Lifka, Ich komme und du gehst (D)

Ina Coelen, Robert und Julia (D)

Wolfgang Kemmer, Bertolt Bricht (D)

Anke Gebert, Der Mann da draußen (D)


 

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Das Vorwort:

Sterbenslust
Die Schatten der Nacht beflügeln das bedrohliche Empfinden,
das sich einstellt, wenn die Lichter gelöscht sind
und unklar bleibt, woher die Geräusche kommen und wer
sie verursacht. Den Liebesbiss aber setzt der Nachtmahr,
der beklemmende Geist, der einem mit seiner erotischen
Begierde den Atem nimmt, in weiblicher Form als Succubus
oder in männlicher als Incubus. Am schönsten hat
Heinrich Füssli dargestellt, wie der Geist die Schlafende
in ihren süßen Träumen bedrängt.
Das ist ein Sinnbild für die Sterbenslust in den erotischen
Kurzgeschichten, die Sie auf den folgenden Seiten
lesen. 21 namhafte Autorinnen (11) und Autoren (10) aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich der
schwierigen Aufgabe gestellt, Erotik und Krimi zu einer
spannenden Geschichte zu verschmelzen. Viele andere
sind an den Fallstricken gescheitert oder haben sich der
Herausforderung gar nicht gewachsen gefühlt, Denn was
gibt es Heikleres, als die Freuden des Eros mit dem Schrecken
des verfrühten Ablebens zu verknüpfen? Der kleine
und der große Tod sozusagen, Orgasmus und Mord im
selben Atemzug.
Am meisten überrascht bei den vorliegenden Texten,
dass es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, die beiden
Themen zu stimmigen Geschichten zu vermählen.
Eine Königsnatter soll die Sinne anregen, ein Call-Boy
tappt in seine eigene Falle, in der Wirtschaftskrise entdeckt
eine Frau Marktlücken, das Sensationsfernsehen
wird zum Zeugen erotischer Verwirrungen, eine Künstlerin
krallt sich bildhübsche Männer, und eine Kassiererin
nutzt ihre letzte Chance. Ein Schuhfetischist verzweifelt,
ein Erotika-Sammler dankt ab, eine Domina
lernt Französisch, ein verwöhnter Gigolo gerät in die
Klemme, Kommissar Flumtrübel wühlt im oberösterreichischen
Dorfsumpf, die schöne Kyra hat andere
Pläne, und ein Künstler gerät auf Abwege. Olga ist die
Perle der Wollust, zwei Frauen teilen einen Mann, ein
Voyeur riskiert einen Blick zu viel, und Marie sucht
das Abenteuer. Man weiß sofort: Es kann nicht gutgehen.
Die finale Lebensgestaltung unterliegt nicht
immer dem Willen der Akteure. Allzu oft taucht ein
Schatten über der Liebe auf – ein Nachtschatten, der
einen Liebesbiss als Souvenir zurücklässt und mit der
Lust am Sterben kokettiert.

Paul Ott

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